Neubau des Lessing-Gymnasiums, um auch in Zukunft bestmögliche Bildung sicherzustellen

Schnell und auf den Punkt:
- Der Neubau ist notwendig, da der Altbau technisch und pädagogisch nicht mehr zeitgemäß ist; Sanierung wäre langfristig unwirtschaftlich.
- Das Projekt ist auf dem Weg, aber zentrale Fragen zu Ausgestaltung, Qualität, Nachhaltigkeit und Nutzung sind politisch noch beeinflussbar.
- Der Standort Wiley bietet große Chancen für moderne Bildung und Stadtentwicklung, erfordert aber weiterhin Aufmerksamkeit bei Verkehr, Sicherheit und Erreichbarkeit.
- Entscheidend ist, dass pädagogische Anforderungen, digitale Ausstattung und Ganztagsangebote nicht aus Kostengründen verwässert werden.
- Kommunalpolitik muss das Projekt aktiv begleiten, um eine Schule zu schaffen, die den Anforderungen kommender Generationen gerecht wird.

Jetzt die richtigen Entscheidungen für Neu-Ulms Bildungszukunft treffen
Der geplante Neubau des Lessing-Gymnasiums ist eines der wichtigsten bildungspolitischen Projekte für Neu-Ulm in den kommenden Jahren. Vieles ist auf den Weg gebracht, zentrale Entscheidungen sind gefallen. Aber ebenso klar ist: Noch ist nicht alles entschieden. Gerade jetzt kommt es darauf an, das Projekt politisch klug zu begleiten, Prioritäten richtig zu setzen und im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen nachzuschärfen.
Denn ein Neubau allein garantiert noch keine gute Bildung. Entscheidend ist, wie gebaut wird, welche Schwerpunkte gesetzt werden – und wer in den politischen Gremien genau hinschaut.
Warum der Neubau notwendig ist – und bleibt
Das bestehende Gebäude des Lessing-Gymnasiums ist technisch und pädagogisch überholt. Gutachten haben gezeigt, dass eine Sanierung wirtschaftlich keinen Sinn ergibt. Der Neubau auf dem Wiley-Nord-Areal ist deshalb der richtige Weg.
Diese Grundsatzentscheidung wird parteiübergreifend getragen – auch von der CSU. Das ist gut und richtig. Doch Verantwortung endet nicht mit einem Grundsatzbeschluss. Sie beginnt dort, wo es um konkrete Ausgestaltung, Zeitpläne, Kostenkontrolle und Qualität geht.
Der Standort Wiley: Chance nutzen, nicht verschenken
Der neue Schulstandort im Wiley-Quartier bietet große Chancen für Neu-Ulm: kurze Wege, gute Anbindung, Einbindung in ein wachsendes Wohngebiet. Damit diese Chancen aber wirklich bei den Familien ankommen, braucht es politische Aufmerksamkeit.
Noch sind Fragen offen:
- Sind die Schulwege für alle Altersstufen wirklich sicher geplant?
- Wird der öffentliche Nahverkehr konsequent mitgedacht?
- Sind ausreichend Fahrrad- und Abstellmöglichkeiten vorgesehen?
Hier kann und muss kommunale Politik weiter Einfluss nehmen.
Lernräume für die Schule von morgen – nicht von gestern
Geplant ist ein vierzügiges Gymnasium mit modernen Lern- und Sportflächen. Das ist die Grundlage. Aber entscheidend ist, dass pädagogische Anforderungen nicht dem Rotstift geopfert werden, wenn es konkret wird.
Gerade in der weiteren Planung braucht es klare politische Leitplanken:
- flexible Lernräume statt starrer Flure,
- gute digitale Infrastruktur,
- ausreichend Platz für Ganztag, Differenzierung und individuelle Förderung.
Hier sehe ich weiterhin Gestaltungsbedarf. Denn was heute eingespart wird, fehlt morgen im Schulalltag.
Nachhaltigkeit darf kein Lippenbekenntnis bleiben
Ein Neubau ist auch eine ökologische Weichenstellung für Jahrzehnte. Energieeffizienz, Photovoltaik, nachhaltige Materialien und geringe Folgekosten müssen konsequent verfolgt werden – nicht nur auf dem Papier.
Auch das ist eine Frage politischer Prioritäten. Wer Bildung ernst nimmt, muss langfristig denken – ökologisch wie finanziell.
Sporthallen und Vereine: Mehrwert für die ganze Stadt sichern
Die geplanten Sporthallen sollen nicht nur dem Schulbetrieb dienen, sondern auch Vereinen und dem Breitensport offenstehen. Damit das gelingt, braucht es klare Regelungen zur Nutzung, Finanzierung und Zugänglichkeit.
Hier ist noch Spielraum für Verbesserungen – und es ist Aufgabe der Kommunalpolitik, diesen Mehrwert für die gesamte Stadtgesellschaft verbindlich abzusichern.
Wo wir stehen – und was jetzt zählt
Das Projekt ist weit fortgeschritten: Wettbewerb, Vorentwurf, Bebauungsplanverfahren. Aber die entscheidende Phase beginnt jetzt. In den kommenden Jahren wird festgelegt,
- wie hochwertig gebaut wird,
- wie zuverlässig Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden,
- und ob die Schule am Ende wirklich den Anforderungen moderner Bildung gerecht wird.
Gerade deshalb braucht es im Stadtrat und Kreistag Menschen, die nicht nur zustimmen, sondern gestalten, nachfragen und Verantwortung übernehmen.
Fazit: Bildung braucht politische Wachsamkeit
Der Neubau des Lessing-Gymnasiums ist eine große Chance für Neu-Ulm. Damit daraus ein echtes Zukunftsprojekt wird, dürfen wir uns nicht zurücklehnen. Gute Bildung entsteht nicht automatisch – sie braucht klare politische Haltung, langfristige Planung und den Mut, auch in fortgeschrittenen Projekten noch nachzusteuern.
Genau dafür will ich mich einsetzen.
Bildquellen: Lessing-Gymnasium – Neu-Ulm – SCHAUDT ARCHITEKTEN

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