Der Stadtteilplatz Pfuhl soll zu einem zentralen Treffpunkt in Pfuhl werden

Schnell und auf den Punkt:
- Pfuhl braucht einen funktionalen, attraktiven Stadtteilplatz als Treffpunkt für alle Generationen und zur Stärkung des Zusammenhalts.
- Der Platz ist geplant und die Finanzierung beschlossen, aber Gestaltung, Nutzung und Ausstattung sind noch nicht abschließend festgelegt und politisch gestaltbar.
- Echte Bürgerbeteiligung ist entscheidend, damit der Platz angenommen und langfristig genutzt wird.
- Aufenthaltsqualität, Angebote für Jugendliche sowie Sicherheit und Pflege müssen von Anfang an mitgedacht werden.
- Der Stadtteilplatz ist ein Beispiel dafür, wie wichtig kommunalpolitische Entscheidungen für die Lebensqualität im Alltag sind.
Ein Ort mit Potenzial – jetzt kommt es auf die richtigen Entscheidungen an
Pfuhl wächst. Der Stadtteil verändert sich, neue Wohngebiete entstehen, alte Strukturen stoßen an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist die Frage, wie öffentliche Räume gestaltet werden – Orte, an denen Menschen sich begegnen, Kinder spielen, Jugendliche sich aufhalten und Nachbarschaft entsteht. Der geplante Stadtteilplatz in Pfuhl ist genau so ein Ort. Und genau deshalb verdient er besondere politische Aufmerksamkeit.
Denn eines ist klar: Ein Stadtteilplatz ist mehr als ein schönes Projekt auf dem Papier. Er kann (und muss) ein lebendiger Mittelpunkt werden – oder eine verpasste Chance.
Warum Pfuhl einen starken Stadtteilplatz braucht
Pfuhl ist ein Stadtteil mit starkem Vereinsleben, engagierten Bürgerinnen und Bürgern und vielen Familien. Gleichzeitig fehlt es an zentralen, attraktiven Aufenthaltsorten, die generationenübergreifend funktionieren. Ein gut gestalteter Stadtteilplatz kann genau hier ansetzen:
- als Treffpunkt für Jung und Alt,
- als sicherer Aufenthaltsort für Kinder und Jugendliche,
- als Raum für Veranstaltungen, Austausch und Alltagsleben.
Dass die Stadt Neu-Ulm den Stadtteilplatz Pfuhl überhaupt auf den Weg gebracht hat, ist richtig. Aber die entscheidende Frage ist: Wie gut wird er am Ende wirklich den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gerecht?
Beteiligung ernst nehmen – nicht nur formal
Ein Stadtteilplatz kann nicht am Reißbrett entstehen. Er muss aus dem Stadtteil heraus gedacht werden. Bürgerbeteiligung ist deshalb kein nettes Extra, sondern Voraussetzung für Akzeptanz und Nutzung.
Noch ist es möglich – und notwendig –, die Perspektiven der Anwohnerinnen und Anwohner, der Familien, der Jugendlichen und der Vereine konsequent einzubeziehen:
- Welche Nutzungen werden wirklich gebraucht?
- Wo braucht es Rückzugsräume, wo Offenheit?
- Wie laut darf es sein – und zu welchen Zeiten?
- Welche Rolle spielt der angrenzende Zehentstadel?
- Wer übernimmt die Administration des Platzes?
Kommunalpolitik muss hier zuhören, moderieren, vermitteln und gestalten. Genau darin sehe ich eine zentrale Aufgabe für die kommenden Jahre.
Aufenthaltsqualität entscheidet über Erfolg oder Misserfolg
Ob ein Stadtteilplatz angenommen wird, entscheidet sich nicht an der Pflasterfarbe, sondern an der Aufenthaltsqualität:
- ausreichend Schatten und Begrünung,
- Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen,
- Spiel- und Bewegungsangebote, die nicht nur für Kleinkinder gedacht sind,
- eine Gestaltung, die Sicherheit vermittelt – auch abends.
Hier gibt es noch Spielräume. Und hier muss politisch klar sein: Ein halbfertiger oder überregulierter Platz hilft niemandem.
Raum für Jugendliche – ein oft verdrängtes Thema
Ein besonders sensibler Punkt ist der Umgang mit Jugendlichen. Zu oft werden sie in der Planung öffentlicher Räume entweder vergessen oder als Problem gesehen. Das rächt sich später.
Ein guter Stadtteilplatz braucht Angebote für Jugendliche – Aufenthaltsmöglichkeiten, Bewegungsflächen, Orte, an denen man sein darf, ohne sofort zu stören. Das ist keine Frage von „Lärm“, sondern von Respekt und Prävention.
Auch hier gilt: Noch ist nicht alles festgelegt. Noch kann Einfluss genommen werden.
Pflege, Sauberkeit und Verantwortung von Anfang an mitdenken
Ein weiterer Punkt, der gerne unterschätzt wird: Ein Stadtteilplatz funktioniert nur dauerhaft, wenn Pflege, Unterhalt und Zuständigkeiten geklärt sind. Wer ist verantwortlich? Wie wird Sauberkeit sichergestellt? Wie schnell wird auf Probleme reagiert?
Diese Fragen müssen vor der Umsetzung beantwortet werden – nicht erst, wenn der Platz da ist und Frust entsteht.
Wo wir stehen – und warum jetzt politische Gestaltung gefragt ist
Der Stadtteilplatz Pfuhl ist geplant und die Finanzmittel in den Haushalten 2026 bis 2028 beschlossen, aber er ist noch nicht „fertig entschieden“. Gestaltung, Ausstattung, Nutzungsregeln und Prioritäten sind weiterhin beeinflussbar. Genau das macht dieses Projekt so relevant für die Kommunalwahl 2026.
Denn jetzt wird festgelegt, ob Pfuhl einen Platz bekommt,
- der wirklich genutzt wird,
- der verbindet statt trennt,
- der langfristig funktioniert – und nicht nach wenigen Jahren nachgebessert werden muss.
Fazit: Öffentliche Räume sind eine politische Frage
Der Stadtteilplatz Pfuhl ist kein Nebenthema. Er steht beispielhaft für die Frage, wie ernst wir Lebensqualität im Alltag nehmen. Gute Stadtentwicklung zeigt sich nicht nur bei großen Leuchtturmprojekten, sondern gerade bei den scheinbar kleinen Dingen im direkten Wohnumfeld.
Ich will mich dafür einsetzen, dass der Stadtteilplatz Pfuhl ein Ort wird, der von den Menschen angenommen wird – weil er mit ihnen gedacht und für sie gestaltet wurde.
Bildquelle: Stadtteilplatz Pfuhl – Stadt Neu-Ulm

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